Hunderassen Schottischer Hirschhund

Schottischer Hirschhund (Deerhound)

Geschichte:
Leider ist nicht bekannt, wann die ersten Windhunde auf die britischen Inseln kamen. Aber schon die Phönizier segelten 10 Jahrhunderte v. Chr. und brachten sicherlich viele interessante Güter mit. Irgendwann eroberten die Kelten den Bereich des mittleren Ostens und erwarben Hunde dieser Art, ehe sie auf die britischen Inseln einwanderten.

In der rauhen Umgebung der schottischen Highlands hatten die ersten afrikanischen Windhunde wohl mit ihrem seidigen Fell große Nachteile. Wahrscheinlich wurden sie mit zottigen großen einheimischen Rassen gekreuzt, um wetterfestes Haarkleid zu bekommen. Dennoch blieb unter dem drahtigen Fell die fast klassische Windhundlinie erhalten.

Unter dem Feudalssystem des Mittelalters hatten die Edelleute Schottlands Zeit und Muße, dem "Sport" des "Hirschtreibens" zu nachzugehen. Sie besaßen ganze Meuten dieser schlanken Hounds, die ihre Beute niederrissen. Besitz und Einsatz dieser Hnde war für den Hochland-Adel so exklusiv, daß man sogar Gesetze erließ, die verboten, daß irgend jemand unter dem Rang eines Grafen (Earl) einen Deerhound besitzen durfte. Dies mag auch sichergestellt haben, daß für diese edel gezüchteten Hunde auf der Jagd genügend Hirsche vorhanden waren. Im 18. Jahrhundert kamen drei Faktoren zusammen, die nahezu das Ende dieser großartgen Hunderasse herbeiführten. Die Erfindung der Feuerwaffen machte große Meuten von Laufhunden auf der Jagd überflüssig, gleichzeitig reduzierten sie drastisch die Anzahl der großen schottischen Hirsche. Der Boden wurde in immer grlßerem Maße von der Landwirtschaft in Anspruch genommen, dadurch wurden die Jäger von den riesigen uneingezäunten Flächen verbannt, die notwendig waren, um einen Hirsch mit Hounds zu jagen und niederzuziehen. Solche riesigen Jagden gehörten bald der Vergangenheit an. Und nach dem jahr 1745, als die Schotten die Schlacht von Culloden gegen die Engländer verloren hatten, brach das Feudalsystem zusammen und verschwand. Damit verloren die Hunde sowohl ihre Aufgabe wie ihre Förderer; ihre Tage im Hochland schienen gezählt.

Erst Anfang 1800setzten sich zwei Brüder - Archibald und Duncan (Lord Colonsay) McNeill - zum Ziel, diesen großartigen schottischen Hound wiederzubeleben. Diese Gentlemen machten sich auf die Suche nach guten Einzelexemplaren, begannen mit sorgfältiger Zucht auf das verlorene Ideal. Ihr Erfolg bestätigte sich über eine Periode, die man heute die "Colonsay revival" nennt. Als die Zahl der Hunde wieder anwuchs, übernahm eine Anzahl angesehener englischer Persönlichkeiten das Banner des Deerhounds. Queen Victoria

Widerristhöhe: Bei Rüden über 76 cm, bei Hündinnen über 71 cm.

Gewicht: Bei Rüden zwischen 38,5 und 46 kg, bei Hündinnen 30 bis 36 kg.

Farbe:
Die verschiedensten Farben sind erlaubt, aber man schätzt ganz besonders schiefergrau oder gestromt, gelb und rotgelb. Weiß wird nur an Brust und Zehen geduldet.

Durchschnittliche Lebenserwartung: 10 Jahre

Andere Namen: Scottish Deerhound

zurück zur Übersicht